Mit den Erfolgen unserer Tennisspielerinnen wie Agnieszka Radwańska und derzeit Iga Świątek gewinnt der Tennissport zunehmend an Beliebtheit, wodurch auch der Bedarf an Tennisplätzen steigt. Tennisplätze zeichnen sich je nach dem verwendeten Belag durch bestimmte Spielparameter aus. Mit der Wahl eines bestimmten Tennisbelags entscheiden wir somit auch darüber, welche Art von Tennis darauf möglich ist, da dieser den Spielverlauf beeinflusst. Es kann sich um ein schnelles, mittelschnelles oder langsames Spiel handeln. Wofür sollten Sie sich also entscheiden?
Tennisbeläge, d. h. Arten von Tennisplätzen
Die Belagsarten von Tennisplätzen sind ein entscheidender Faktor des Spiels, der Aspekte wie die Geschwindigkeit und den Ballabsprung – der Ball springt höher oder tiefer –, die Spielweise und damit den Schutz von Knien und Knöcheln sowie viele weitere Faktoren bestimmt. Entscheidend ist daher nicht in erster Linie der Preis, sondern die Art von Tennis, die Sie spielen möchten. Tennisplätze können verschiedene Belagsarten aufweisen, und jede davon hat ihre spezifischen Eigenschaften. Bevor Sie also mit dem Bau von Tennisplätzen beginnen, sollten Sie sich mit den genauen Besonderheiten der jeweiligen Beläge vertraut machen.
Ziegelplätze – Sandplätze
Zu den nach wie vor am häufigsten anzutreffenden Tennisplätzen zählen Plätze mit Ziegelmehl, die auch als Sandplätze oder Ziegelplätze bezeichnet werden. Sie zeichnen sich durch eine hohe Rauheit aus, was zu einer starken Reibung des Balls führt; daher gehören sie zu den langsameren, ja sogar zu den langsamsten Plätzen. Ziegelmehl ist nämlich ein weicher Belag, der den Ball abfängt, was bedeutet, dass das Spieltempo langsamer ist als auf Hartplätzen. Dies ermöglicht es, das Spiel mit tiefen Schlägen und langen Schlägerschwüngen zu gestalten. Zudem lassen sich auf diesem Belag Rutschmanöver ausführen.
Diese Plätze zeichnen sich zudem durch einen höheren Ballabsprung aus, wodurch das Spiel berechenbarer ist als auf Hartplätzen. Aus diesem Grund setzen die Spieler auf Sandplätzen häufig auf ein defensives Spiel und führen lange Ballwechsel, um den Gegner zu ermüden und eine günstige Position für den Angriff zu finden.
Rasen-Tennisplätze
Rasen ist ein natürlicher Belag, was bedeutet, dass er weicher ist und eine geringere Reibung aufweist, wodurch sich der Ball schneller über die Platzoberfläche bewegt. Dies führt auf einem Rasenplatz zu einem sehr niedrigen Ballabsprung, was bedeutet, dass der Ball nach dem Schlag in der Regel tief bleibt und das Spieltempo hoch ist.
Aus diesem Grund müssen die Spieler auf Rasenplätzen häufig ein offensives Spiel an den Tag legen und dabei häufig Volleys aus einer hohen Position spielen. Darüber hinaus erfordert das Spiel auf solchen Plätzen vom Tennisspieler eine gute technische Vorbereitung, Schnelligkeit und Reflexe sowie die Fähigkeit, offensiv zu spielen und sich an die besonderen Bedingungen dieses Belags anzupassen.
Acryl-Tennisplätze
Hartplätze aus Acryl stellen eine interessante Alternative dar, die in puncto Beliebtheit langsam Ziegelmehlplätze. Es handelt sich dabei um Plätze aus Kunststoff, die mit einer dünnen Acrylschicht überzogen sind. Als Untergrund dient in der Regel ein Fundament aus Beton oder Asphalt. Diese Plätze sind wenig elastisch, ermöglichen jedoch ein schnelleres Spiel – sie sind schneller als Sandplätze.
Plätze mit Kunstrasen oder Teppichbelag
Die drittbeliebtesten Tennisbeläge, die das schnellste Spiel ermöglichen, sind:
- Kunstrasen
- Teppichbeläge
Spiele auf diesen Belägen sind schnell und erfordern einen aggressiven Spielstil, bei dem die Ballwechsel kurz sind (schnelle Ballrückgabe) und die Bewegung auf dem Platz Entschlossenheit sowie häufiges Spiel am Netz erfordert.
Welche Tennisbeläge eignen sich für Freiluftplätze und welche für Hallenplätze?
Auf Freiluftplätzen bewähren sich vor allem Tennisbeläge aus Kunstrasen und Ziegelmehl. Diese zeichnen sich nämlich durch eine hohe Wasserdurchlässigkeit aus, wodurch sie schnell wieder bespielbar sind. Auch Acrylbeläge können im Außenbereich verwendet werden.
Teppichböden hingegen sind für Hallenplätze gedacht, können aber nach dem Aufbringen einer Imprägnierung auch auf Freiluftplätzen verwendet werden.
Bei richtiger Pflege können alle Arten von Tennisbelägen auf Außenplätzen genutzt werden . Es lohnt sich jedoch, die Betriebskosten der einzelnen Belagsarten zu kennen, da diese erheblich variieren.
Bekannte Tennisturniere – welche Beläge gibt es?
Die größten Tennisturniere, die als Grand-Slam-Turniere bezeichnet werden, finden weltweit statt – darunter in Europa, Lateinamerika, Nordamerika, Asien und Australien. Wichtig ist, dass sie sowohl auf Hart- als auch auf Sandplätzen ausgetragen werden, was für Abwechslung im Spiel sorgt und es den Spielern ermöglicht, sich auf unterschiedlichen Belägen zu beweisen. Und so:
- Hartplatz – ist der weltweit am häufigsten verwendete Belag, der bei den meisten Turnieren zum Einsatz kommt. Wie bereits erwähnt, besteht dieser Belag aus Beton oder Asphalt, auf dem eine Schicht aus synthetischem Material aufgebracht ist. Beispiele für Turniere auf Hartplätzen sind die Australian Open, die US Open sowie zahlreiche weitere Turniere in den Vereinigten Staaten.
- Ziegelmehl – dieser Belag ist weicher als ein Hartplatz und besteht aus zu Pulver gemahlenen Ziegeln, die durch ein Bindemittel wie beispielsweise Lehm zusammengehalten werden. Dieser Belag ist in Europa weit verbreitet, unter anderem bei Grand-Slam-Turnieren wie den French Open.
- Rasen – ein natürlicher Belag, der einer besonderen Pflege bedarf und vor allem auf Tennisplätzen in Großbritannien zum Einsatz kommt. Rasenplätze zeichnen sich durch ein hohes Spieltempo und einen geringen Ballabsprung aus. Ein Turnier, das auf Rasen ausgetragen wird, ist Wimbledon.
- Kunstplätze – dies sind Beläge aus verschiedenen Materialien, wie beispielsweise Gummimatten, Kunstrasen oder Tartan. Sie kommen bei einigen kleineren Tennisturnieren sowie bei den Olympischen Spielen zum Einsatz.
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